Bezahlsystem „Leckerlie“
Ohne darüber nachzudenken, haben manche Hundebesitzer eine „Geschäftsbeziehung“ zu ihrem Hund aufgebaut.
Das bedeutet, dass der Hund bestimmte Verhaltensformen ausführen soll, die der Mensch genießen möchte.
Dafür wird er mit Leckerchen bezahlt und soll zufrieden sein.
Mit Erziehung hat das allerdings wenig zu tun, man „erkauft“ sich Folgsamkeit.
Die Bedürfnisse des Hundes werden dabei oft völlig ignoriert.
Eine gute Erziehung macht Hunde nicht zur Marionette.
So werden dann Trainingsformen und „Hilfsmittel“ den Wünschen des Menschen angepasst, der Hund soll funktionieren.
Hunde haben eine hohe soziale Intelligenz, sie mit Leckerchen und Tricks abzuspeisen, ist weit unter ihren Möglichkeiten, das entspricht dem Selbstlernprinzip in der Prägephase.
Im „Ernstfall“ wird man dann auch sehen, dass dieses „Bezahlsystem“ eben nicht funktioniert, da plötzlich andere Sachen viel wichtiger sind.
Besser wäre, den Hund zu erziehen, da hier der Mensch eine aktive Rolle spielt bzw. als Orientierungsperson aufgrund seines Vorbildverhaltens fungiert.
Hierbei spielt Kommunikation eine wichtige Rolle, es handelt sich um einen sozialen Lernprozess.
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