Blog-Layout

die spinnen, die .....

Christian Engelmann • 24. Dezember 2022
Die spinnen, die…
Wir befinden uns im Jahr 2015 der modernen Zeitrechnung. Ganz Deutschland ist von verzweifelten Hundebesitzern besetzt, die lediglich einen Hund besitzen… .
Ganz Deutschland?
Nein!
Ein von unbeugsamen Beuteljägern bevölkertes Dorf hört nicht auf, Hunde zu erziehen statt zu dressieren, auf die „Mansagts“ zu pfeifen, ihren Hund artgerecht auszulasten statt unsinnig zu beschäftigen und umzudenken in Richtung Hund.
In welcher Gegend wohnen Sie?
Da wo die zwar Hunde besitzende „homo sapiens Hörtnix“ Übermacht wohnt, die aber in brenzligen Situationen trotzdem dumm dasteht, weil Ihr Hund in, für ihn wichtigen Situationen nix, „hört“ und sie selbst auch nix anderes mehr hören (wollen), und ihren Hund immer so weiter instrumentalisieren wie schon vor 30 Jahren?
Oder gehören Sie zu den Beuteljägern, deren Hund gar nicht zurückgerufen werden muss, weil er eh schon bei Ihnen ist?
Wie machen die das nur, diese Beuteljäger?
Ganz ohne Zaubertrank, dafür mit dem Beutelfix, nicht zu verwechseln mit Magifix, obwohl das Prinzip ähnlich ist. Beutel auf und schon kann gefressen werden. Aber natürlich erst nachdem gemeinsam gejagt wurde.
Frei nach dem Motto: Wer will schon ein Wildschwein jagen, wenn er kann einen Beutelfix haben?
Während der Belagerungszeit hätten die Hundebesitzer “Hörtnix“ genügend Zeit gehabt, um hinter das Geheimnis der Bindung zwischen den Beuteljägern und ihren Hunden zu kommen.
Dafür hätten Sie aber umdenken müssen in Richtung Hund, statt Mitläufer zu bleiben bei den „Mansagts“.
Und da umdenken für viele Menschen schwieriger ist, als für deren Hunde, 
waren Sie lediglich beindruckt von dem selbstverständlichen Zusammenleben und der Erziehung der Hunde, die wie nebenbei während des gemeinsamen Alltags und der Jagdausflüge stattfand. Gehorsam um des Gehorsams Willen gab es nicht und schon gar keine extra Übungsstunden für den Grundgehorsam.
Besonders interessierte sie in diesem Zusammenhang, der Rückruf, der seltenst zum Einsatz kam, da die Hunde entweder mit ihren Menschen gemeinsam auf der Jagd waren, oder gemeinsam ruhten.
Mit diesem Interesse an einem einzigen Aspekt der Hundeerziehung, vergaßen sie leider, dass der Hund ein „Ganzes“ ist und nicht aus Einzelteilen besteht die man nach Lust und Laune zusammensetzen oder auseinander bauen kann.
Das Leben hört für so einen Hund ja nicht beim Rückruf auf, und, wenn man es genau nimmt, fängt es da auch nicht an.
Es fängt mit einer zielorientierten Bewegung, hin zur Wärme- und Milchquelle an. (s.a. Eine globale Bewegung breitet sich aus – willst Du wissen was Deinen Hund bewegt?)
Es wäre ziemlich einfach für die Hundebesitzer gewesen, diesen bio-„logischen“ Sinn auch in Ihre Erziehung mit einzubinden. Leider ist es für die meisten unter Ihnen noch einfacher Hunde lediglich zu besitzen und mit der „von der Hand ins Maul Fütterung“ zu instrumentalisieren statt im sozialen Kontext zu erziehen.
Zu theoretix?
Ok. 
Mama Hund „ruft“ ihre Welpen heran, während sie mit einer Beute(l) im Maul davon rennt, damit sie hinter ihr her jagen. Nicht damit sie zu ihr kommen um zu ihr zu kommen.
Das wäre Gehorsam um des Gehorsams Willen.
Sie bringt ihnen also etwas bei, und das ist die erfolgreiche Jagd. 
Nebenbei hat sie ihnen auch beigebracht zu ihr zu kommen.
Dafür füttert sie nicht zwischendurch die Meute mit einem Hasenohr. 
Die Welpen folgen, weil es Spaß und Sinn macht.
Hierbei liegt die Motivation im Welpen selbst (intrinsisch), während eine Futterbelohnung ein extrinsischer (von außen hinzugefügter Verstärker) ist, der auf Dauer die intrinsische Motivation des Welpen abtöten würde. 
Bio-„logisch“ ist es, nachdem die Welpen gejagt und Beute gemacht haben, diese Beute auch zu fressen und zwar komplett. 
Daher füttern die Beuteljäger auch eine komplette Mahlzeit aus dem Futterbeutel und missbrauchen ihn nicht als Leckerchen Tasche.
Mama Hund erzieht also in einem sinnvollen, für den Welpen nachvollziehbaren Kontext (Zusammenhang).
Nahrungserwerbsverhalten zu erlernen ist sinnvoll für den Hund.
Sinnlos dagegen, ist es wenn Du den Rückruf mit Deinem Hund übst, damit er zu Dir zurück kommt, ohne dass Du dann etwas mit ihm oder Deiner Umwelt tust. 
Ein Leckerchen reinschieben zählt nicht, dass ist nicht der Sinn des Lebens für Deinen Hund, sondern hält genau so lange an, bis wichtigere Beute, Hunde, Menschen des Weges kommen.
Es sprechen natürlich auch noch viele andere Aspekte gegen Handfütterung, dazu aber in einem anderen Artikel mehr.
Umziehen ins Dorf der Beuteljäger kommt für Dich nicht in Frage, ist zu anstrengend?
Du bist noch nicht bereit Liebgewonnenes los zu lassen?
Das ist alles zu umständlich?
Die Beuteljäger sind zu merkwürdig?, zu unangepasst?
Dann kommt hier ein Umzugshelfer für Dich:
Wenn Du immer wieder das tust, 
was Du immer schon getan hast, 
dann wirst Du immer wieder das bekommen, 
was Du immer schon bekommen hast. 
Wenn Du etwas anderes haben willst, 
musst Du etwas anderes tun! 
Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt, 
dann tue etwas völlig Anderes - 
statt mehr vom gleichen Falschen! 
Zitat: Paul Watzlawick
Liebe Leser,
wenn Sie jetzt denken, die hat doch nicht mehr alle Beutel im Schrank, mag sich das aus Ihrer Sicht beim Durchlesen so anhören, ich kann Ihnen aber versichern, dass ich stets meine 15 Beutel beisammen habe. 
Genau wie weitere Dinge die mir bei einem Belagerungszustand helfen:
- wie meinen Optimismus, den ich mir erhalte weil immer mehr Menschen Richtung Hund umdenken 
- die Haare auf meinen Zähnen 
- meine Meinung bzgl. enthundlichten Beschäftigungsangeboten die sich Menschen für Menschen ausgedacht haben (Agility, Longieren, Obedience etc.)
- eine ganzheitliche Betrachtungsweise auf den Hund, in der alles was ich mit meinem Hund tue oder nicht tue in Zusammenhang steht und eine Bedeutung hat, wenn nicht für uns, so auf jeden Fall für unseren Hund
- den roten Faden, der sich durch unser Leben und die Erziehung des Hundes zieht und alle Bereiche unseres Alltags mit einbindet
....(mit freundlicher Genehmigung) von Birgit Hammesfahr
von Christian Engelmann 1. April 2025
von Christian Engelmann 28. März 2025
In der sogenannten "Hundeerziehung" hört man oft von "Verhaltensunterbrechern," wie Wurfketten, Wassersprühpistolen, Spray's, die unangenehme Inhalte versprühen, Stachelhalsband, oder illegalerweise vielleicht auch mal Stromhalsband. Damit soll dann das - unerwünschte - Verhalten beseitigt werden. Nun ist es aber so, dass das gezeigte Verhalten aus Sicht des Hundes nötig ist, z.B. um eventuelle Gefahrenquellen abzuchecken, bzw. dann auch vermeintliche Gefahren abzuwehren. Würde das eben Herrchen/Frauchen „übernehmen“ und dies glaubhaft rüberbringen, dann (und nur dann) wird das besagte Verhalten des Hundes überflüssig, somit wird er es auch nicht mehr zeigen (müssen). Im Kopf des Hundes herrscht ein kohärenter Zustand, die Vorgehensweise macht für ihn Sinn! Unterdrückt man jedoch nur das gezeigte Verhalten (ohne dass jemand die Angelegenheit regelt) , ist dies für unseren Hund nicht verständlich. Dies erzeugt Frust und man wird dann auch als verhaltensauffällig und schwer erziehbar eingestuft…. Auch knurren dient der Kommunikation. Würde man nun dieses Knurren (völlig sinnfrei) unterbinden, kann es gut sein, dass man sich dadurch einen Hund kreiert, der zwar nicht mehr knurrt (also warnt), aber dann eben ohne Vorwarnung attackiert…“ Das hat er ja dann noch nie gemacht…..“
von Christian Engelmann 28. März 2025
Liebe Hundefreunde, auch in 2025 biete ich wieder einen "Workshop-Urlaub" mit Hund an. Hier der Link zur Unterkunft: https://www.hundeurlaub.de/objekt/11873 – ein Haus, dass für diese Zwecke sehr gut nutzbar ist in einem großen, umzäunten Grundstück. Der Urlaub wird eine Mischung sein aus Unternehmungen /Aktivitäten mit Hund und Ruhephasen. Durch das Zusammenwohnen ergibt sich eine andauernde Trainingssituation, zudem können verschiedene Situationen auch speziell konstruiert werden. Dank der kleinen Anzahl von Teilnehmern ist eine individuelle Anleitung immer möglich. Somit ist auch Zeit genug, auf Fragen und Probleme einzugehen. Gemeinsam werden wir anfangs die Themen die Euch bewegen besprechen, um dann Lösungsansätze zu überlegen und diese dann auch in der Praxis umsetzen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, als Gruppe zu arbeiten. Auch können verschiedene Situationen in der Gruppe gut dargestellt werden, was dem Trainingserfolg sicherlich zu Gute kommt. Anreisetag: 28.05.2025, ab 17 Uhr ( evtl. gemeinsame Anreise ab H'aurach, Start ab ca. 18 Uhr) Abreisetag: 01.06.2025, bis 10 Uhr (evtl. auch gemeinsame Heimreise) Anmeldungen werden nach Eingangsreihenfolge berücksichtigt. Die Gebühr beinhaltet keine Verpflegung. Gebühren: aktive Teilnahme ( 1Mensch und 1 Hund): 350.- (inklusive Wohnen im Haus) passive Teilnahme (Partner): 120.- (inklusive Wohnen im Haus) Teilnehmer maximal: 5 (plus Partner)
von Christian Engelmann 1. Februar 2025
Erst der Kurs und dann der Hund für angehende Hundehalter Sie überlegen, einen Hund zu adoptieren und möchten, dass Sie und Ihr Hund von Anfang an ein gutes Team werden? Das Seminar richtet sich an angehende Hundehalter:innen. Nach vier Theorieterminen in der vhs stimmt Ihr Dozent mit Ihnen einen weiteren Praxistermin in einem Tierheim (evtl. auch an einem Samstag mit ca. 90 Minuten) ab. Kursinhalte: Allgemeines Wissen über Hundehaltung in der heutigen Gesellschaft, Herkunft, Auswahl und artgerechte Haltung / Angemessenes und rücksichtsvolles Auftreten mit Hunden / Rechte und Pflichten von Hundehaltern sowie Haftungsfragen und Versicherungsschutz / Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen zur Hundehaltung / Erste Hilfe beim Hund / Verständigung zwischen Mensch und Hund / Wesen des Hundes (Konstitution, angeborenes und erlerntes Verhalten) / Sinne des Hundes / Körpersprache (Ausdrucksverhalten) des Hundes / Erziehung des Hundes mehr Infos unter: https://www.vhs-herzogenaurach.de/p/programmbereiche/gesellschaft-und-leben/mensch-und-tier-640-C-9964882
von Christian Engelmann 23. Dezember 2024
von Christian Engelmann 18. November 2024
von Christian Engelmann 31. Oktober 2024
https://www.sonnhof-truden.it/ferienwohnung-suedtirol-mit-hund/ ..hier finden Sie hundefreundliche Unterkünfte in Südtirol (Naturpark Trudner Horn)
von Christian Engelmann 29. September 2024
Denkweisen... Im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund gibt es sehr oft Missverständnisse, da man als Mensch dazu neigt, Dinge aus einer anthropozentrischen Sicht ( der Mensch stellt sich selbst in den Mittelpunkt seines Denkens ) zu bewerten. Ein Blick durch die Hundebrille würde wohl einen „Aha“-Effekt auslösen. Hier ein paar Beispiele: 1. mein Hund kann im Flur liegen, da ist es schön kühl auf den Fliesen) 2. im Garten kann er sich austoben, ist ja eingezäunt 3. gehe ich immer denselben „Gassi-Weg“? Wenn ich mit einem - halbwegs territorial – veranlagten Hund immer die gleiche Runde gehe, wird er dadurch eher zum „Schweizer Zollbeamten? ... ---------------------------------------------------------------------------- zu 1. im Flur liegend, mit Blick auf die Haustüre fühlt sich der Hund eher zuständig für die Kontrolle der Wohnung….daraus kann sich z.B. ergeben, dass er Besucher anspringt und diese „begrüßt“, was oft eher ein „abchecken“ ist. In fortgesch
von Christian Engelmann 23. Juli 2024
- das erste Umfeld: Haus, Wohnung – absolute Sicherheitszone (Besucher werden - vom Hund beobachtet - sichtbar „eingetütet“) - das zweite Umfeld: erweiterter Sicherheitsbereich; auch hier sind keine Rudelfremden zu erwarten (z.B. eigener – umzäunter - Garten) - das dritte Umfeld: ist überall dort, wo wir auf Rudelfremde treffen – oder diese riechen! - und damit das Sicherheitsgefühl unserer Hunde b eeinflusst wird (Wald, Stadt, Tierarzt, Hundeplatz, usw.). „Must haves“ im 1. Umfeld: - Sicherheits - und Ruhezone!!!! - es finden keine / wenig Aktivitäten statt - Mensch hat mehr Bewegungsraum – und Möglichkeiten als der Hund! Kinder??? - Begrenzung für den Hund muss integrativ sein (er ist Teil des Rudels, kann alles mitkriegen, ist eben nur mehr begrenzt) - Grenzen setzen sorgt für Klarheit / Sicherheit und damit für mehr innere Ruhe - Liegeplatz an nicht strategischer Stelle - Ressourcen verwaltet der Erziehende (= Mensch?) - Kuschelzeiten, Kontaktliegen, Körperpflege geht vom Erzieher aus - Leinenverknüpfung…. - für Ruhezeiten sorgen! Ständiges Ansprechen führt dazu, dass der Hund wichtig gemacht wird … „Madame Pompadour - Effekt“ - klare Strukturen im 1. und 2. Umfeld haben auch Einfluss auf was im 3. Umfeld passiert / möglich ist…. - das waren ein paar Gedanken für das 1. - und z.T. 2. Umfeld. Wer möchte, kann gerne vervollständigen bis ins 3. Umfeld
von Christian Engelmann 3. Juli 2024
….ich finde, es ist unfair…. den Hund alleine im Garten zu lassen und ihm somit einen Wachauftrag zu vermitteln. Nimmt er diesen wahr, wird er oftmals noch geschimpft dafür…. den Hund zu belohnen (Leckerli-Bezahlsystem) oftmals für Verhalten, dass er für uns produzieren soll. Was er jedoch so gut wie nie von selbst zeigen würde….. den Hund freilaufen zu lassen, solange er den Kopf nicht frei hat und er der Meinung ist, er müsste z.B. für Sicherheit sorgen… Stellt er dann einen Jogger, ist das eine mögliche Folge von falsch vermittelter „Zuständigkeit“…. den Hund ständig in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn er dann seine „Wichtigkeit“ permanent einfordert, das ist dann aber lästig…. dem Hund keine Rückzugsmöglichkeit zu schaffen, wo er (auch vor dem Kind) seine Ruhe hat, somit abschalten - und das Nervensystem herunterfahren kann dem Hund unklare Zuständigkeiten zu vermitteln (wer regelt was) u.s.w. copyright by C. Engelmann
Share by: