Bedürfnisorientierte Erziehung
Die Bedürfnisse unseres Hundes verstehen und somit erfüllen zu können sollte immer angestrebt werden. Nur dann, wenn unser Hund sich verstanden fühlt, wird er uns auch wertschätzen.
Die Bedürfnisse unseres Hundes entsprechen ja der rassespezifischen Veranlagung und werden sozusagen in einem „Instinktkreis“ abgebildet. Dieser besteht aus:
- Jagdinstinkt
- Territorialinstinkt
- Sexualinstinkt
- sozialerRundelinstinkt
Der Mensch hat die Wahl:
- als Sozialpartner des Hundes sich mit einzubringen, den Bedürfnissen des Hundes (s.o.) Rechnung tragen und versuchen, diesen gerecht zu werden (und somit vom Hund auch Wertschätzung zu erfahren)
oder:
„es ( die Beziehung?) laufen zu lassen“, Zuschauer zu sein bei allen Aktivitäten, die der Hund dann startet, um seine Bedürfnisse selbstständig zu befriedigen. Man ist dann oft damit beschäftigt, ihn davon wiederum abzuhalten. Dabei wird man feststellen, dass Wauzi immer weniger hört (warum soll er auch, wenn das was der Mensch tut oder von ihm möchte, für ihn sinnfrei ist).
Zwangsläufig muss man dann mehr und mehr Druck aufbauen, auch Rückrufaktionen werden ja dann gerne „trainiert“, man hört dann oft: „wenn ich ein Machtwort spreche, dann kommt er schon zurück“. Dabei stellt sich doch die Frage: warum geht er denn überhaupt von mir weg? Fühlt er sich denn von mir überhaupt verstanden?
Hunde haben kein „Bewegungsbedürfnis für lau“ sondern vielmehr einen Tatendrang entsprechend ihrer genetischen Veranlagung.
Wir sollten gemeinsam mit unseren Hunden aktiv sein ( „gemeinsame Sache machen“), dabei sollte der Mensch die Elternrolle einnehmen. Dies stärkt sehr die Beziehung zueinander, führt dann auch zu einer veränderten hormonellen Steuerung und somit zu Zufriedenheit (Frieden....) .
Zitat Jan Nijboer:
„Hunde, die Probleme machen, sind bereits dabei ihre Eigenen zu lösen“